Führe einen einzigen, vertrauenswürdigen Eingangskorb: App, Notiz oder Tabelle. Notiere Aufgaben sofort in Verbform und so konkret, dass du ohne Nachdenken starten kannst. Teile große Vorhaben in umsetzbare Schritte. Entferne Dubletten, archiviere vielleicht und irgendwann, und halte nur Aktives sichtbar. Ein Abend- oder Morgen-Scan verhindert blinde Flecken. Diese einfache Hygiene spart Suchzeit, mindert kognitive Last und macht die spätere Bewertung leicht, weil Klarheit schon im Text steckt.
Nutze einheitliche Skalen, zum Beispiel 1 bis 5, mit kurzen Beispielankern pro Stufe. So vermeidest du Vermischungen wie Minuten versus vage „hoch“. Definiere Aufwand über Zeitfenster, Wirkung über messbare Effekte, Dringlichkeit über klare Fristen. Wenn möglich, normalisiere besonders extreme Ausreißer, damit sie die Summe nicht verzerren. Prüfe an drei Probeaufgaben, ob die Skalen intuitiv funktionieren. Je zuverlässiger die Skalen, desto schneller die Bewertung und desto stabiler die Prioritäten.
Trage pro Aufgabe Werte ein, multipliziere sie mit den Gewichten und summiere das Ergebnis. Markiere Gleichstände und entscheide mit Sekundärkriterien wie Risiko oder Abhängigkeiten. Lege die Top drei als Tagesanker fest und blocke Zeit im Kalender. Was nicht hineinpasst, wandert bewusst nach morgen oder in einen ruhigen Slot. Schließe mit einem Mini-Check: Widerspricht etwas deinem gesunden Menschenverstand? Wenn ja, überprüfe die Bewertungen, nicht das Ziel. Zahlen dienen der Klarheit, nicht der Selbsttäuschung.